Bundesweit

Hunderte Praktika für Flüchtlinge und vieles mehr

Die Daimler AG hat im ersten Halbjahr 2016 rund 300 Flüchtlingen ein sogenanntes Brückenpraktikum angeboten. Im Spätsommer 2016 begann die zweite Welle dieser Brückenpraktika in einer ähnlichen Größenordnung. Darüber hinaus hat das Unternehmen noch weitere Praktikumsplätze vergeben, Ausbildungsplätze geschaffen und Flüchtlinge fest eingestellt.

Das bekannteste Integrationsprojekt von Daimler in Deutschland ist das „Brückenpraktikum für Flüchtlinge und Asylbewerber“. Ziel der Brückenpraktika ist es, Flüchtlingen einen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ebnen. Erfolgreiche Teilnehmer werden nach dem Brückenpraktikum an Mittelständler, Zeitarbeitsfirmen oder in eine Berufsausbildung weitervermittelt.

Bereits im ersten Halbjahr 2016 haben rund 300 Flüchtlinge am14-wöchigen Brückenpraktikum an zahlreichen Standorten in ganz Deutschland teilgenommen. Die zweite Welle der Brückenpraktika startete ab Spätsommer 2016 in einer ähnlichen Größenordnung. Daimler bietet das Brückenpraktikum in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den jeweiligen regionalen Jobcentern an. Die Behörden übernehmen die Auswahl der Bewerber.

Die Flüchtlinge erlernen im Brückenpraktikum praktische Grundkenntnisse zur Arbeit in der Industrieproduktion und besuchen täglich einen Deutschkurs. Die Sprachkurse zielen auch darauf ab, den Teilnehmern in der deutschen Arbeitswelt weiterzuhelfen. So werden zusammen Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche auf Deutsch trainiert. Die Bundesagentur für Arbeit finanziert die ersten sechs Wochen des Brückenpraktikums. In den restlichen Wochen vergütet Daimler die Arbeitszeit auf Basis des Mindestlohngesetzes. Das Programm ist erfolgreich. Beim ersten Brückenpraktikum im Mercedes-Benz Werk in Stuttgart-Untertürkheim erhielten viele der dort 40 gestarteten Teilnehmer nach Ende des Praktikums Angebote von Zeitarbeitsfirmen, für eine Weiterbeschäftigung in der Industrie, im Handwerk oder einen Ausbildungsplatz.

Neben den Brückenpraktika haben bei Daimler schon länger Werke, Niederlassungen und die Konzerntochter EvoBus Praktika und andere Einsatzmöglichkeiten für junge Flüchtlinge angeboten. Knapp 50 weitere Teilnehmer sind oder waren dabei in verschiedenen Berufsfeldern im Einsatz. Dazu kommen seit 2015 nochmal rund 90 Flüchtlinge, die in den Ausbildungswerkstätten des Konzerns ein ein- bis vierwöchiges Orientierungspraktika absolviert haben. Zählt man all diese Initiativen mit dem Schwerpunkt Brückenpraktikum zusammen, unterstützt Daimler rund 740 Flüchtlinge auf diese Weise bei der beruflichen Integration.

Aber das ist noch nicht alles. Das Unternehmen hat zudem 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, die über das übliche Kontingent an Ausbildungsplätzen bei Daimler hinausgehen. Von diesen Plätzen waren im September 2016 bereits rund 20 Stellen besetzt. Flüchtlinge haben bei Daimler auch schon eine Festeinstellung gefunden. Bereits im Jahr 2015 waren es neun Festeinstellungen. 2016 werden es rund 50 sein.

Neben der beruflichen Integration engagiert sich Daimler auch bei der sozialen Integration der Flüchtlinge und unterstützt zahlreiche Hilfsaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit Spendenaktionen des Unternehmens und der Mitarbeiter werden Flüchtlings-Hilfsprojekte in ganz Deutschland auch finanziell unterstützt. Die Bandbreite Hilfsaktionen reicht von der Finanzierung weiterer Deutschkurse für Flüchtlinge bis zur Unterstützung bei Renovierungen von Flüchtlingsunterkünften. Zudem stellt das Unternehmen eine sogenannte „Helferflotte“ aus Mercedes-Benz Fahrzeugen für Hilfsorganisationen zur Verfügung. Darüber hinaus setzen sich die Standorte in lokalen Projekten bei der sozialen Integration ein. Beschäftigte des Unternehmens engagieren sich persönlich und direkt bei unseren Initiativen vor Ort.

„Daimler ist in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Internationalität und das respektvolle Miteinander verschiedener Nationalitäten sind bei uns seit Jahrzehnten gelebter Alltag. Allein in Deutschland arbeiten Menschen rund 140 verschiedener Nationalitäten bei Daimler. Für uns ist es daher selbstverständlich, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und die soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen zu unterstützen.“
Dr. Dieter Zetsche Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Daimler AG
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 900 Kb)