Bayern

Integrationskonzept für Migranten und Geflüchtete

Seit Anfang 2016 setzt REWE in Bayern ein Konzept zur Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt und die Teams (KIMAT) um, das Brücken zwischen Herkunft und Zukunft von Migranten und Geflüchteten baut.

Die Basis: Wie integrationsfähig sind wir eigentlich?

Die Basis für die Entwicklung eines zielgruppengerechten Integrationskonzepts bildete eine Studie zur Integrationsfähigkeit der REWE Region Süd, die das Bundesland Bayern umfasst, in Kooperation mit der Hochschule Fresenius. Aufbauend darauf wurden zielgruppengerechte Maßnahmen für Führungskräfte, Marktmitarbeiter und potentielle Mitarbeiter mit Migrationshintergrund erarbeitet. Das erklärte Ziel: Das Unternehmen fit für die Diversität und die Migranten und Geflüchteten bereit für die Arbeitsmarktintegration machen. Unterstützung erhält REWE dabei von zahlreichen Netzwerkpartnern und der Agentur für Arbeit.

Die Maßnahmen: Instrumente für das Unternehmen, Migranten und Geflüchtete

Ausgehend von den Ergebnissen der Studie wurden Diskussionsrunden zu den Themen Diversität, Interkulturalität und Arbeitsmarktintegration mit Ausbildern, Führungskräften, Marktleitern und HR-Partnern durchgeführt. Checklisten und Informationsmaterialien helfen Führungskräften und Ausbildern, die besonderen Regelungen bei der Einstellung von Geflüchteten zu verstehen.

Migranten und Geflüchtete erhalten die Möglichkeit, ein ein- bis vierwöchiges Praktikum in einem REWE Markt oder einem Logistikcenter zu absolvieren. Während des Praktikums werden sie von einem erfahrenen Marktmitarbeiter als Paten begleitet und erhalten zusätzliche Informationsmaterialien zu Umgangsformen und besonderen Begrifflichkeiten in der REWE Welt. Für bereits fest angestellte Logistikmitarbeiter mit Führungsambitionen werden zudem kostenlose Sprachkurse durchgeführt.

Ein besonderes Anliegen des Integrationskoordinators ist die Konzeption und Umsetzung eines speziellen Einstellungsverfahrens. Geflüchtete, die erst seit kurzem in Deutschland sind, scheitern im Bewerbungsprozess oft an Sprachbarrieren. Ein neues Verfahren mit vereinfachtem schriftlichem Einstellungstest und persönlichen Gesprächen vor Ort ist für Azubis bereits umgesetzt.

Die Erfolge: Praktika, Einstellungen und Patenschaften

Die Region Süd hat seit Beginn des Projekts 115 Praktikanten über die Vermittlung von 40 Netzwerkpartnern eingestellt, davon 15 in der Logistik. 13 Festanstellungen als Ungelernte sind bereits daraus generiert worden. Weiterhin wurden zehn junge Menschen auf Basis einer Einstiegsqualifizierung eingestellt. 19 Migranten mit Aspirationen auf Führungspositionen absolvieren kostenlose Sprachkurse auf A2 und B1 Niveau.

Für 2017 ist die Anpassung von Schulungsunterlagen für Azubis mit Migrations- oder Fluchthintergrund geplant. Außerdem werden spezielle berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen für Geflüchtete über 25 entwickelt.

„Die Mammutaufgabe der Integration kann nicht ausschließlich bei den Städten und Kommunen liegen - auch die Unternehmen müssen mit anpacken. Am Ende kann eine dauerhafte erfolgreiche Integration nur über Beschäftigung gelingen. Wir bei der REWE Group sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und leisten gemeinsam mit unseren Mitarbeitern einen aktiven Beitrag.“
Dr. Daniela Büchel Bereichsvorstand Handel Deutschland / HR und Nachhaltigkeit der REWE Group
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 274 KB)