Tettnang

Starthilfe für Flüchtlinge durch Arbeits- und Freizeitangebote

Mit verschiedenen Projekten engagiert sich VAUDE gemeinsam mit seinen Mitarbeitern für die Integration von Flüchtlingen. Dabei spielt für den Hersteller von Outdoor-Artikeln auch der Sport eine wichtige Rolle.

Um Flüchtlingen eine berufliche Perspektive zu bieten, prüft die Personalabteilung des Unternehmens welche Stellen sich für die Neuankömmlinge eignen und gibt die Information an die regionalen Helferkreise weiter. Auf diese Weise konnte VAUDE bereits vier Flüchtlinge festeinstellen sowie mehrere Praktikanten im Produktservice, Logistik und der Instandhaltung einsetzen. Die Möglichkeit weitere Bewerber anzustellen, wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit geprüft.

Zudem haben Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen Projekte ins Leben gerufen, bei denen die persönliche Interaktion im Fokus steht. So können Flüchtlinge an vielfältigen Sportkursen teilnehmen, die im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bei VAUDE angeboten werden. Dazu gehören beispielsweise auch Kletterkurse an der betriebseigenen Kletterwand. Ein weiteres konkretes Projekt: Gemeinsam mit Flüchtlingen wurden in der VAUDE Fertigung am Firmenstandort in Tettnang nachhaltige Taschen aus Stanzresten gemeinnützig produziert. In wenigen Monaten entstand zusammen mit dem Asylnetzwerk Tettnang ein Pilotprojekt, indem geflüchtete Menschen Workshops bei uns vor Ort besuchten, in dessen Rahmen die Taschen gefertigt wurden. Auf diese Weise bietet das Unternehmen Zuwanderern eine sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit bei der sie gleichzeitig erste Erfahrungen im deutschen Arbeitsalltag sammeln können.

Die produzierten Taschen wurden bei einer speziellen Verkaufsaktion angeboten. Der Erlös fließt als Spende an das Asylnetzwerk Tettnang zurück. Gleichzeitig zeigte sich, dass der erste „Marktcheck“ erfolgreich abgeschlossen wurde. Deshalb planen wir nun die Taschen professionell durch die Schaffung neuer Stellen zu produzieren, um die drei Säulen der Nachhaltigkeit miteinander zu vereinen. Zwei Teilnehmer der Workshops wurden inzwischen von VAUDE übernommen.

Darüber hinaus organisierte der Outdoor-Ausstatter im Oktober einen Tag der offenen Tür speziell für Flüchtlinge. "Wir möchten Verantwortung übernehmen und als Unternehmen einen Beitrag leisten. Ihnen einen guten Start ins Arbeitsleben zu ermöglichen, gehört dazu", sagte Geschäftsführerin Antje von Dewitz bei ihrer Begrüßung zum Tag der offenen Tür für Flüchtlinge.

Über 70 Geflüchtete und zahlreiche ehrenamtliche Betreuer erfuhren im Rahmen der Veranstaltung nicht nur, welche Arbeitsbereiche und Stellen es bei VAUDE gibt, sondern konnten auch an Bewerbungstrainings teilnehmen sowie bei Führungen den Arbeitsalltag kennenlernen. Die Südwestbank informierte über das deutsche Bankensystem und die Arbeitsagentur über die verschiedenen Möglichkeiten des Einstiegs in den deutschen Arbeitsmarkt.

Im Nachgang prüft die Personalabteilung die am Tag der offenen Tür eingereichten Bewerbungen und gleicht sie mit den Bedarfen von VAUDE ab.

Für die Umsetzung dieser Projekte hat VAUDE die Hälfte des Preisgeldes zur Verfügung gestellt, das das Unternehmen im Februar 2016 für die Auszeichnung mit dem DNWE-Preis für Unternehmensethik erhielt. Zudem hat VAUDE für das Flüchtlingsengagement von der Südwestbank eine Spende erhalten.

„Wir möchten als Unternehmen unseren Beitrag leisten und Flüchtlingen helfen. Dabei können wir wertvolle Ressourcen und Kompetenzen einbringen. Insbesondere wenn es darum geht, Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Wenn wir gemeinsam dazu beitragen, dass Flüchtlinge eine Perspektive gewinnen, kann auch die Wirtschaft langfristig enorm davon profitieren.“
Dr. Antje von Dewitz Geschäftsführerin, VAUDE Sport GmbH & Co. KG
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 151 Kb)