Mittelhessen

Chancen geben und Chancen nutzen im Familienunternehmen

Durch Beschäftigung von jungen mittelhessischen Zufluchtsuchenden in Praktika und Ausbildung will Weber deren Chancen erhöhen für ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland.

Das Familienunternehmen Weber Kunststofftechnik + Formenbau im mittelhessischen Dillenburg – Automobilzulieferer mit weltweit 1100 Mitarbeitern, davon 650 in Dillenburg - übernimmt mit seiner Patenschaft eine proaktive Rolle innerhalb der Region zur Integration von zufluchtsuchenden jungen Menschen. Nachdem zunächst zwei Flüchtlingsinitiativen mit Sachspenden unterstützt wurden, werden nun erste Schritte zur gesellschaftlichen und beruflichen Integration von zufluchtsuchenden Menschen unternommen.

Um nachhaltig die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft zu ermöglichen, ist es unerlässlich, diese jungen Menschen in Arbeit zu bringen, damit sie sich künftig selbstständig ihren Lebensunterhalt verdienen und dabei gleichzeitig ein soziales Netzwerk aufbauen können. Die Vorstufe ist, sie in unser berufliches Bildungssystem aufzunehmen.

So haben junge Menschen aus dem InteA-Programm der Gewerblichen Schule Dillenburg die Chance genutzt, den mittelständischen Automobilzulieferer bei einer Betriebsbesichtigung kennenzulernen. Da innerhalb des Programms nicht nur der rein schulische Sprachen-Unterricht im Fokus steht, sind ebenso Praktika Kernbestandteil des Programms. Vereinzelte InteA-Schüler konnten bei Weber so bereits ein zweiwöchiges Praktikum in Lehrwerkstatt und Betrieb absolvieren.

Durch die zahlreichen positiven Erfahrungen mit den jungen Immigranten bestärkt traf Weber nun den Entschluss, neben den regulären Ausbildungsplätzen gezielt zusätzliche gewerbliche Ausbildungsplätze zu schaffen und zwei Flüchtlingen ab Sommer 2016 zur Verfügung zu stellen. Denn um langfristig den Start in ein selbstbestimmtes und integriertes Leben zu schaffen, ist eine fundierte berufliche Ausbildung als Erwerbsgrundlage unersetzlich.

„Chancen geben und Chancen nutzen im Familienunternehmen: Wir packen´s an, und schaffen Lernplätze für die Flüchtenden.“
Dr. Thomas Zipp Geschäftsführender Gesellschafter, Weber GmbH & Co. KG
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 140 Kb)