Weiterer Zuwachs bei „Wir zusammen“

19. Mai 2017

Erneut kann „Wir zusammen“ drei weitere Mitglieder willkommen heißen: Philip Morris, REWE und 3pc haben sich mit ihren Initiativen ebenfalls dem Netzwerk angeschlossen. Alle drei Unternehmen setzen mit ihren Projekten darauf, Flüchtlingen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern.

Philip Morris übernimmt eine Patenschaft innerhalb des Programms Joblinge Kompass, mit dem Flüchtlinge an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Joblinge Kompass richtet sich gezielt an junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Im Fokus stehen Teilnehmer mit niedriger bis mittlerer Qualifikation, bei denen es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie in Deutschland bleiben. Mitarbeiter von Philip Morris fungieren im Rahmen des Joblinge Programms als Mentoren, die Flüchtlinge neun Monate auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleiten. Dazu gehört beispielsweise, dass sie den Teilnehmern beim Erlernen der deutschen Sprache sowie bei Behördengängen helfen und sie in die Gepflogenheiten des deutschen Arbeitsmarktes einführen. Die Mentoren werden in Trainings auf diese Aufgabe vorbereitet und während des gesamten Projekts professionell unterstützt. Zudem hat Philip Morris die Entwicklung des Konzepts finanziell unterstützt. Aktuell engagiert sich das Unternehmen in München für das Joblinge Programm, eine Ausweitung auf Berlin ist bereits geplant. Darüber hinaus vergibt Philip Morris unter der Überschrift „The Power of the Arts“ jährlich vier Preise in Höhe von jeweils 50.000 Euro an Projekte, die sich auf künstlerische Art für die Integration und Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen.

Seit Anfang 2016 verfolgt REWE in Bayern das Ziel, das eigene Unternehmen fit für die Diversität und gleichzeitig Zuwanderer bereit für den Arbeitsmarkt zu machen. Basierend auf den Ergebnissen einer gemeinsamen Studie mit der Hochschule Fresenius zur Integrationsfähigkeit der REWE Region Süd entstanden daraus einerseits Diskussionsrunden zu den Themen Diversität, Interkulturalität und Arbeitsmarktintegration mit Ausbildern, Führungskräften, Marktleitern und HR-Partnern sowie Checklisten und Informationsmaterialien zu Regelungen bei der Einstellung von Geflüchteten für Führungskräfte und Ausbilder. Andererseits wurden Konzepte für die Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern entwickelt. So bietet REWE Flüchtlingen Praktikumsplätze in seinen Märkten oder Logistikcentern an. 115 Praktikanten, gut betreut von erfahrenen Kollegen als Paten, konnten durch diese Initiative bisher Einblicke in die Arbeitsweise des Unternehmens erhalten. Daraus ergaben sich bereits 13 Festanstellungen. Zusätzlich ermöglichte REWE zehn junge Menschen eine Einstiegsqualifizierung sowie 19 bereits fest angestellten Logistikmitarbeitern mit Führungsambitionen kostenlose Sprachkurse. Um für Flüchtlinge im Bewerbungsprozess Sprachbarrieren abzubauen, hat REWE zudem ein neues Verfahren mit vereinfachtem schriftlichem Einstellungstest und persönlichen Gesprächen vor Ort für Azubis eingeführt.

Darauf, einen Job in der digitalen Branche zu finden, bereitet 3pc Flüchtlinge durch Kurse an der Berliner ReDI School für digitale Integration vor. Das Unternehmen, das digitale Projekte für Kunden aus Politik, Kultur und Wissenschaft realisiert, bietet dafür eigene Kurse im Lehrplan an. Im Rahmen der dreimonatigen Trainingsprogramme, die die ReDI School für rund zwölf technologie-interessierte Flüchtlinge organisiert, führen fünf Mitarbeiter von 3pc die Kursteilnehmer zweimal pro Woche beispielsweise in das Design und die Entwicklung von Apps ein. Zudem hat das Unternehmen das Ziel, selbst verstärkt geflüchtete Menschen einzustellen. Ein neuer Trainee wurde durch das Projekt schon gefunden.

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