Erfolgreicher Abschluss von „Wir zusammen schaffen Zukunft“

23. November 2017

Zehn Veranstaltungen, über 1.000 Gäste, zahlreiche spannende Diskussionsrunden und angeregte Gespräche – das ist das Fazit von „Wir zusammen schaffen Zukunft“. Am 21. November fand in Köln das große Finale der Veranstaltungsreihe statt, mit der das Netzwerk „Wir zusammen“ gemeinsam mit dem Handelsblatt in den vergangenen Monaten den Austausch über die Flüchtlingsintegration in ganz Deutschland anregte. Mehr als 100 Interessierte kamen in den Harbour Club, um sich über bestehende Integrationsprojekte von Mitgliedern zu informieren und Impulse für das eigene Engagement zu erhalten. Mit dabei waren Entscheider aus Politik, Institutionen, Behörden und Wirtschaft, die angeregt über den aktuellen Status der Integration diskutierten. Und diesen Dialog wird „Wir zusammen“ auch im kommenden Jahr weiter fördern. Dafür plant das Netzwerk schon jetzt neue starke Formate, mit denen es die Aufmerksamkeit immer wieder auf das Thema Integration von Zuwanderern lenkt.

„Die Veranstaltungsreihe war für uns ein voller Erfolg. Die große Beteiligung und die positive Resonanz der Gäste haben uns in jeder Stadt aufs Neue gezeigt, wie wichtig das Thema Integration für die deutschen Unternehmen ist“, erläutert Marlies Peine, Sprecherin von „Wir zusammen“. „Indem wir Menschen aus der Praxis mit Vertretern von Behörden und Institutionen an einen Tisch gebracht haben, konnten auch Herausforderungen im Integrationsalltag zur Sprache gebracht und Lösungsansätze herausgearbeitet werden.“

Zum Abschluss der Reihe in der Domstadt war das Podium erneut hochkarätig besetzt. Einblicke in die Integrationsprojekte von „Wir zusammen“ Mitgliedsunternehmen gaben unter anderem Martin Brüning, Leiter Unternehmenskommunikation der REWE Group, der betonte, wie gewinnbringend Mentorenprogramme für alle Beteiligten sind. „Die Mentoren helfen nicht nur den Geflüchteten. Sie sind auch eine Brücke ins Unternehmen und zu den Beschäftigten, so dass am Ende beide Seiten davon profitieren: Der geflüchtete Mensch bei seiner Integration und die anderen Mitarbeiter in ihrer Sozialkompetenz im Umgang mit den Herausforderungen, vor denen wir alle stehen.“ Georg Müller, Leiter HR Deutschland bei Bayer, berichtete von der positiven Resonanz der Mitarbeiter auf das Integrationsprojekt in seinem Unternehmen. „Wir bereiten Flüchtlinge in Vorbereitungskursen und Praxishospitationen auf eine Einstiegsqualifizierung oder eine Ausbildung vor. Über unsere internen Medien haben wir transparent kommuniziert, wie wir uns für Geflüchtete engagieren, und das ist von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen worden. Viele Beschäftigte haben auch unser Freistellungsangebot genutzt und sich in der lokalen Flüchtlingshilfe engagiert.“

Gabriele Fanta, Personalvorstand bei McDonald’s Deutschland, sprach zudem darüber, wie wichtig es ist, junge Zuwanderer über das Ausbildungssystem in Deutschland zu informieren. „Für uns besteht eine Herausforderung darin, dass die duale Ausbildung bei den Geflüchteten oftmals nicht bekannt ist. Viele möchten schnell viel Geld verdienen, um zum Beispiel die Familie zu unterstützen. Insbesondere bei den jungen Menschen mit Fluchthintergrund bedarf es daher einer frühzeitigen Vermittlung der Notwendigkeit einer Ausbildung, denn nur so können sie hier auch langfristig Fuß fassen.“

Außerdem gehörten Dr. Uta Dauke, Vizepräsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Serap Güler, Staatssekretärin im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW sowie Dirk Werner, Leiter Kompetenzfeld berufliche Qualifizierung und Fachkräfte beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln zu den Rednern. Für die Inspiration zwischendurch sorgten Sascha Gottschalk, Gründer der Organisation Life All Stars, Star-Bloggerin Farina Opoku und Slammer Sebastian 23. Durch den Abend führte Moderator Christian Rickens, Ressortleiter Agenda beim Handelsblatt. Im Anschluss an Vorträge und Diskussionen nutzen die Teilnehmer die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

„Auch 2018 werden wir der Dreh- und Angelpunkt für die Flüchtlingsintegration in der deutschen Wirtschaft und darüber hinaus sein“, sagt Marlies Peine. „Da die übergreifende Zusammenarbeit einen immer größeren Stellenwert einnimmt, werden wir unter anderem die Vernetzung von Unternehmen auf lokaler Ebene weiter verstärken.“

Abschlussveranstaltung von „Wir zusammen schaffen Zukunft“ in Köln. (V.l.n.r.): Serap Güler, Staatssekretärin, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen; Christian Rickens, Ressortleiter Agenda und Moderat

Abschlussveranstaltung von „Wir zusammen schaffen Zukunft“ in Köln. (V.l.n.r.): Serap Güler, Staatssekretärin, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen; Christian Rickens, Ressortleiter Agenda und Moderat

Vorstellung der Integrationsprogramme der "Wir zusammen" Mitgliedsunternehmen. V.l.n.r.: Georg Müller, Leiter HR Deutschland, Bayer; Gabriele Fanta, Personalvorstand, McDonald’s Deutschland; Christian Rickens, Ressortleiter Agenda und Moderator, Handelsbl

Vorstellung der Integrationsprogramme der "Wir zusammen" Mitgliedsunternehmen. V.l.n.r.: Georg Müller, Leiter HR Deutschland, Bayer; Gabriele Fanta, Personalvorstand, McDonald’s Deutschland; Christian Rickens, Ressortleiter Agenda und Moderator, Handelsbl

Der Autor, Moderator und Musiker Sebastian 23 sorgte am Abend mit seinem Poetry Slam für inspirierende Abwechslung.
Abdruck honorarfrei – Beleg erbeten

Der Autor, Moderator und Musiker Sebastian 23 sorgte am Abend mit seinem Poetry Slam für inspirierende Abwechslung.
Abdruck honorarfrei – Beleg erbeten

Elia Nazemi, Kursleiter für interkulturelle Mediation und Dolmetscher in der Flüchtlingshilfe bei Malteser, berichtete am Abend von seinen Erfahrungen.
Abdruck honorarfrei – Beleg erbeten

Elia Nazemi, Kursleiter für interkulturelle Mediation und Dolmetscher in der Flüchtlingshilfe bei Malteser, berichtete am Abend von seinen Erfahrungen.
Abdruck honorarfrei – Beleg erbeten

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