Vielfältige Unterstützungsangebote für Unternehmen

19. Juni 2018
  • „Wir zusammen“ Netzwerkfrühstück bei den Ford-Werken in Köln
  • Arbeitgeber über Hilfestellungen bei der Integration von Geflüchteten informiert
  • Unternehmen, Behörden und Organisationen an einem Tisch

Auf welche Hilfestellungen sie bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zurückgreifen können, erfuhren Unternehmen aus der Region beim Netzwerkfrühstück von „Wir zusammen“ in Köln. Zu dieser Aufklärungsveranstaltung empfing das Netzwerk gemeinsam mit den Ford-Werken am 19. Juni 2018 rund 90 Akteure aus Unternehmen und Institutionen. Dabei stellte unter anderem „Wir zusammen“ Mitglied Ford sein Ausbildungsprogramm als Best-Practice-Beispiel vor. Außerdem standen den Gästen in einem offenen Gesprächsforum Experten aus dem Kölner Raum etwa zu Themen wie Sprachförderung, Mentoring oder interkultureller Kompetenz zur Verfügung. Dazu gehörten beispielsweise Vertreter von Jobcenter und Agentur für Arbeit Köln, der KAUSA Servicestelle oder des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA).

„Zahlreiche Unternehmen engagieren sich bereits erfolgreich dafür, Geflüchteten einen guten Start in das Berufsleben in Deutschland zu ermöglichen. Um ihnen diesen Einsatz zu erleichtern, gibt es schon jetzt vielfältige Hilfen von Behörden und Organisationen, die aber noch nicht allen bekannt sind“, berichtet Marlies Peine. „Bei unserem Netzwerkfrühstück in Köln konnten wir die Teilnehmer über die bestehenden Angebote umfassend informieren und so weitere Hürden bei der Integrationsarbeit abbauen.“

Mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Dokumente über Qualifikationen, ein hoher bürokratischer Aufwand oder schwebende Asylverfahren – Unternehmen, die Geflüchtete einstellen möchten, sind nach wie vor mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert. Dass sie sich dabei Unterstützung von externen Stellen wünschen, zeigt eine kürzlich vom KOFA durchgeführte Studie. Demnach wünscht sich die überwiegende Mehrheit der Befragten sowohl berufsbezogene Sprachförderungen parallel zur Beschäftigung als auch feste Ansprechpartner, die alle relevanten Informationen bereitstellen. Darüber hinaus besteht eine große Nachfrage nach Unterstützung von außen. Hier nennen die Befragten u. a. die fachliche Nachhilfe neben dem Job, Begleitung der Programme durch Sozialpädagogen sowie externe Partner, die ihnen bei der Vorbereitung von Berufseinstieg oder Qualifizierung zur Seite stehen.

„Das Netzwerkfrühstück in Köln hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, Arbeitgeber mit den Ansprechpartnern zu vernetzen, an die sie sich mit ihren Fragen und Wünschen wenden können. Gerade für kleinere Unternehmen, die bereits mit Initiativen für Geflüchtete aktiv sind oder neue Programme aufsetzen möchten, ist dieses Wissen sehr wertvoll“, sagt Marlies Peine. „Daher wird ein Fokus von ‚Wir zusammen‘ auch in Zukunft darauf liegen, mit lokalen Netzwerkveranstaltungen den Austausch unter den Akteuren zu fördern.“

Wie wichtig auch teilnehmende Partner des Netzwerks den direkten Dialog mit den Unternehmen finden, zeigen einzelne Stimmen der Mitausteller:  

 

Stimmen von Beteiligten:  

„Als die große Flüchtlingswelle begann, war es für uns selbstverständlich, uns sofort zu engagieren, unter anderem in einer nachhaltigen Berufsausbildung. Die Erfahrungen, die wir in den letzten drei Jahren gemacht haben, sind äußert positiv: Fast alle Geflüchteten haben einen guten Einstieg in das Berufsleben gefunden.“
Rainer Ludwig, Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen Ford-Werke GmbH  


„Das Interesse der Arbeitgeber, Geflüchtete einzustellen oder ihnen eine Ausbildungsstelle anzubieten, wächst. Mittlerweile sind nach erfolgreichen Sprach- und Integrationskursen immer mehr Geflüchtete auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet und warten auf ihre Chance der Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Unsere Förderprogramme unterstützen dabei beide Seiten.“ 
Sebastian Lohr, Geschäftsführer Operativ, Agentur für Arbeit Köln


„Für eine erfolgreiche Integration ist es wichtig, dass Unternehmen und Geflüchtete die bestehenden Unterstützungsangebote kennen. Zudem sollten diese Maßnahmen allen Geflüchteten, die arbeiten dürfen, offenstehen.“
Svenja Jambo, Economist, Institut der deutschen Wirtschaft / KOFA


„Als Partner der deutschen Wirtschaft - und damit der Unternehmen - ist uns sehr daran gelegen, junge Menschen während ihrer Ausbildung zu begleiten, um ihnen den Weg ins Berufsleben zu ebnen.“
Bernd Tuchen, Senior Experten Service, Büro Bonn  

Wissenswertes rund um die Beschäftigung von Geflüchteten gebündelt zum Nachlesen erhielten die Besucher zudem in der Broschüre „Integrationschancen nutzen – Erfolgreich integrieren, Fragen und Antworten zur Integrationsarbeit in Köln“, die beim Netzwerktreffen auslag. Diese steht in Kürze auch auf der „Wir zusammen“ Website unter www.wir-zusammen.de/infothek/publikationen/ zum Download bereit.

Weitere Informationen zu „Wir zusammen“ gibt es unter www.wir-zusammen.de.

Marlies Peine, Projektleiterin "Wir zusammen".

Marlies Peine, Projektleiterin "Wir zusammen".

Vlnr.: Rainer Ludwig, Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen, Ford-Werke GmbH; J. Fayasi Seyedi, zukünftiger Auszubildender Ford-Werke GmbH.

Vlnr.: Rainer Ludwig, Geschäftsführer Personal- und Sozialwesen, Ford-Werke GmbH; J. Fayasi Seyedi, zukünftiger Auszubildender Ford-Werke GmbH.

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