Neue Unternehmen an Bord von „Wir zusammen“

17. Juni 2016

Unternehmen aus allen Branchen engagieren sich gemeinsam mit ihren Mitarbeitern in der Flüchtlingshilfe. Das zeigen auch die beiden jüngsten Mitglieder des Netzwerks: Mit Tchibo und der Friedhelm Loh Group präsentieren zwei weitere international agierende Groß-Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Wirtschaftszweigen ihre Initiativen auf der „Wir zusammen“ Plattform. Mit ihren Projekten leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Integration der Neuankömmlinge und nutzen gleichzeitig die Chancen, die die Zuwanderung dem Standort Deutschland bietet.

Tchibo engagiert sich in drei Schwerpunktbereichen für Flüchtlinge: Durch Beschäftigung sowohl in Praktika und Ausbildungen als auch in regulären Festanstellungen, ehrenamtliches Engagement der Mitarbeiter und Sachspenden. Zwei Praktikanten haben bereits Anfang des Jahres ihre Arbeit bei Tchibo aufgenommen, von denen einer inzwischen in ein reguläres Anstellungsverhältnis übernommen wurde. Darüber hinaus bereitet das Unternehmen aktuell weitere Plätze für Praktika sowie für die sogenannte Ausbildungsvorbereitung für Migranten (AvM-Dual) vor. Ziel ist es im Jahr 2016 mindestens zehn Praktikanten einzustellen. Darüber hinaus setzt Tchibo nach ersten positiven Erfahrungen mit einem Mitarbeiteraktionstag jetzt ein langfristiges Corporate Volunteering-Programm auf. In der Planung sind Kooperationen mit einer Erstaufnahmeeinrichtung und einer Schule in Hamburg. Darüber hinaus spendete Tchibo im vergangenen Jahr zahlreiche dringend benötigte Dinge wie Spielsachen, Bettwäsche, Winterkleidung oder Koffer im Wert von rund zwei Millionen Euro. Die Spenden gingen an anerkannte Hilfsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Türkei. Auch dieses Sachspendenengagement wird weiter fortgesetzt.

Als eines der ersten Unternehmen hat die Friedhelm Loh Group gemeinsam mit dem Lahn-Dill-Kreis bereits im Frühjahr 2015 ein Bildungsprojekt für Flüchtlinge ins Leben gerufen. Das Familienunternehmen ermöglichte acht Praktikanten bei einem drei-monatigen Praktikum erste Erfahrungen im Bereich Metallbearbeitung und Elektrotechnik zu sammeln. Alle Teilnehmer erlangten ihre zertifizierte Ausbildungsreife, zwei Praktikanten konnten im Anschluss mit ihrer Ausbildung bei der Friedhelm Loh Group starten. Dieses Pilotprojekt schaffte Aufmerksamkeit für die Anforderungen an Praktika für Flüchtlinge und führte dazu, dass das Land Hessen den Antrag der Kreise Lahn-Dill und Limburg-Weilburg auf Förderung des Projekts „Chance Arbeitsmarkt“ bewilligte. Das Projekt zielt darauf ab, Flüchtlinge in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, indem es Kompetenzfeststellung mit dem Zugang zu weiterführender Qualifizierung verknüpft. Die Friedhelm Loh Group setzt ihr Bildungs-Projekt in diesem Rahmen auch 2016 weiter fort.

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