Dialogforum für Unternehmer aus der Region

23. November 2018
  • „Wir zusammen“, die Wirtschaftsförderung Hannover und die KAUSA-Servicestelle Hannover luden zum Dialogforum in Neustadt bei Hannover
  • Gastgeber der Veranstaltung waren die Malereibetriebe Temps
  • Betriebsbegehung als Best-Practice Beispiel sowie ein interkulturelles Training als Programmpunkt  

Am 22. November erfuhren Unternehmen und Betriebe aus der Region Hannover, welche Hilfestellungen sie in Bezug auf die Alltagskommunikation mit geflüchteten Mitarbeitern nutzen können. Eingeladen hatte das Wirtschaftsnetzwerk „Wir zusammen“ gemeinsam mit den Malereibetrieben Temps sowie der Wirtschaftsförderung Hannover und der KAUSA-Servicestelle.  

„Bei unseren Veranstaltungen bestätigt sich immer wieder, wie wichtig es ist, den Austausch zwischen Arbeitgebern zu fördern aber auch die Unternehmen mit den Ansprechpartnern zu vernetzen, an die sie sich mit ihren Fragen wenden können“, berichtet Marlies Peine, Sprecherin von „Wir zusammen“. „Wir freuen uns in Hannover dieses Dialogforum mitgestalten zu können. So konnten wir in einer weiteren Region den Austausch zwischen den Akteuren fördern und dazu beitragen, Hürden im Integrationsalltag weiter abzubauen.“  

Als Best-Practice-Beispiel stellte unter anderem Gastgeber Temps die eigenen Integrationsprojekte „SPRINT“ und „SPRINT Dual“ vor. Während der Betriebsbegehung lernten die Teilnehmer dabei die extra für die Programme gestalteten Lehrwerkstätten kennen und bekamen die Möglichkeit, den Geflüchteten bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.          

Die Malereibetriebe engagieren sich seit Anfang 2016 für Geflüchtete, um jungen Nachwuchskräften mit Zuwanderungsgeschichte eine Perspektive zu geben. Mittlerweile haben ca. 40 Geflüchtete das Programm durchlaufen, zudem absolvieren seit Mitte 2017 rund 15 Geflüchtete eine Ausbildung.  

"Wir haben immer nach interessanten, zielgerichteten Möglichkeiten gesucht, uns mit unserem Unternehmen – im Rahmen der Flüchtlingshilfe – nachhaltig zu engagieren.“, sagt Ulrich Temps, Geschäftsführer der Temps Malereibetriebe. „Mit den Projekten SPRINT, SPRINT-Dual und darüber hinaus mit dem BAVKA-Projekt wurde uns dieses ermöglicht. Mit unserem Engagement können wir den jungen Menschen – in der Regel mit Migrationshintergrund – eine sehr gute berufliche Perspektive bieten und damit die Zukunft dieser jungen Menschen, unseres Unternehmens und unseres Landes positiv gestalten. Sehr gerne möchten wir unsere positiven Erfahrungen an andere Unternehmen weitergeben.“  

Wie kleine- und mittelständische Unternehmen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen eine stärkere interkulturelle Kompetenz ausbilden können, erfuhren die Teilnehmer während eines anschließenden „interkulturellen Trainings“ des IQ-Netzwerks. Das IQ Netzwerk Niedersachsen steht in Trägerschaft der RKW Nord GmbH. IQ bedeutet „Integration durch Qualifizierung“.  

„Unternehmen müssen bei der Personalsuche neue Herausforderungen bewältigen. Die Bedarfe werden nicht überall regional gedeckt. Die Integration von Menschen, die im Ausland Qualifikationen erworben haben, kann eine mögliche Lösung sein. Die Trainings des Team Diversity können dazu beitragen, die Integration in die Betriebe zu erleichtern, indem beide Seiten aufeinander vorbereitet werden“, erklärt Falk Spörlein, Diversity Trainer beim IQ Netzwerk Niedersachsen.  

„Das Dialogforum hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, Arbeitgeber mit den Ansprechpartnern zu vernetzen, an die sie sich mit ihren Fragen und Wünschen wenden können. Gerade für kleinere Unternehmen, die bereits mit Initiativen für Geflüchtete aktiv sind oder neue Programme aufsetzen möchten, ist dieses Wissen sehr wertvoll“, sagt Marlies Peine. „Daher wird ein Fokus von ‚Wir zusammen‘ auch in Zukunft darauf liegen, mit lokalen Netzwerkveranstaltungen den Austausch unter den Akteuren zu fördern.“  

Weitere Informationen zu „Wir zusammen“ gibt es unter www.wir-zusammen.de.

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