Unternehmen weiter hochengagiert für Geflüchtete

15. Juni 2018

Um ihre Solidarität mit denjenigen zum Ausdruck zu bringen, die ihre Heimat verlassen mussten, begehen auch in diesem Jahr wieder Menschen in etwa hundert Ländern am 20. Juni den Weltflüchtlingstag. So auch die „Wir zusammen“ Unternehmen. Viele von ihnen nutzen den Anlass, um mit verschiedenen Aktivitäten ein Zeichen für Toleranz und Offenheit zu setzen. Zudem sendet das Netzwerk gemeinsam mit einer Kreativ-Kampagne über Facebook Grüße an Geflüchtete und an alle, die sich für ihre Integration einsetzen.  

„Die ‚Wir zusammen‘ Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Geflüchtete sich in Deutschland willkommen fühlen und eine neue Perspektive für ihr Leben erhalten“, sagt Marlies Peine, Sprecherin von „Wir zusammen“. „Nach wie vor sehr engagiert sind dabei die Mitarbeiter, die den neuen Kollegen häufig auch weit über den beruflichen Alltag hinaus zur Seite stehen - ob bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen oder der gemeinsamen Freizeit-Gestaltung.“

So hat beispielsweise thyssenkrupp eine eigene Task Force ins Leben gerufen, um die Integration der neuen Kollegen voranzutreiben, die im Rahmen des Programms „we help“ den beruflichen Einstieg wagen. Seit 2015 schafft der Konzern damit zusätzlich 150 Ausbildungsplätze und 400 Praktikumsplätze für Geflüchtete. Dass fast alle, die über dieses Programm bisher eine Ausbildung begonnen haben, zunächst ein Praktikum oder eine Einstiegsqualifizierung bei thyssenkrupp absolviert haben, beweist, wie erfolgreich diese Art des Einstiegs funktioniert.

Auch bei den temps Malereibetrieben trägt das persönliche Miteinander zum erfolgreichen Berufseinstieg bei. Jugendlichen, die nach Absolvierung des Sprach- und Integrationsprojekts, kurz „SPRINT Projekt“, eine betriebliche Ausbildung beginnen, wird ein erfahrener Kollege zur Seite gestellt, der ihnen den Start in den Job erleichtert. Zuvor durchlaufen sie ein mehrstufiges Programm, das sie sprachlich und fachlich auf die Ausbildung vorbereitet.

Den regen Austausch zwischen den Kulturen fördert auch Engel & Kolz. Der Produzent von Sonnensegeln hat zwei junge Syrer mit Vorkenntnissen in der Textilbranche festeingestellt und bietet zudem immer wieder Praktikumsplätze für Geflüchtete an. Damit ist das Unternehmen ein gutes Beispiel dafür, wie auch kleine Betriebe Geflüchtete unterstützen und gleichzeitig von ihrem Know-how aus der Heimat profitieren können.  

„Den ‚Wir zusammen‘ Initiatoren war von Anfang an bewusst, dass der persönliche Kontakt der Menschen in den Unternehmen untereinander der Schlüssel für eine erfolgreiche und nachhaltige Integration der Neuankömmlinge ist“, erklärt Marlies Peine. „Daher gehört zu den Kriterien für Unternehmen, die unserem Netzwerk beitreten möchten, dass die Belegschaft die Initiative mitträgt und die Mitarbeiter sich persönlich für ihre neuen Kollegen engagieren.“

Am Weltflüchtlingstag machen die „Wir zusammen“ Unternehmen nun noch einmal ganz deutlich, dass Integration für sie kein Fremdwort ist und sie kulturelle Vielfalt als Bereicherung empfinden. Das zeigen zahlreiche Mitglieder an diesem Tag auch auf der Facebook-Seite des Netzwerks unter www.facebook.com/wirtschaftzusammen, wo sie unter den Hashtags #wirzusammen und #WithRefugees Team-Fotos mit bunten Botschaften hochladen werden.

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