„Wir zusammen“ erhält fünffache Verstärkung

29. Juni 2017

Mit fünf neuen Mitgliedern startet „Wir zusammen“ in die zweite Jahreshälfte. VKF Renzel, Hofmann Personal, yuma GEBÄUDE. DIENST. LEISTUNG., Daniel Heer und Salesforce haben sich mit ihren Initiativen dem Netzwerk angeschlossen und setzen so ebenfalls ein positives Zeichen für die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt und die Gesellschaft.

Für sechs Syrer und einen Iraner ist aus einem Praktikum bei VKF Renzel im April 2016 eine Festanstellung geworden. Vier Wochen schauten sie bei dem Unternehmen der Verkaufsförderungsbranche hinter die Kulissen. Im Anschluss erhielten sie einen Arbeitsplatz, an dem sie bis heute tätig sind. Um mögliche Sprachbarrieren zu überwinden, begleitet VKF Renzel die neuen Mitarbeiter seit dem Start mit intensiven Deutschkursen. Die tägliche Kommunikation mit den Kollegen unterstützt den Spracherwerb zusätzlich und hat sich nicht zuletzt auch positiv auf die Atmosphäre im Unternehmen ausgewirkt.

Hofmann Personal stellte bereits im vergangenen Jahr mehr als 240 Flüchtlinge als Zeitarbeitskräfte ein. Für 2017 hat sich der Personaldienstleister die Arbeitsmarktintegration von 500 Menschen aus Fluchtherkunftsländern vorgenommen. Enge Beziehungen zu den Kunden sowie die umfassende Betreuung der neuen Mitarbeiter durch das Hofmann-Team helfen dabei, diesen Plan umzusetzen. Zudem engagiert sich Hofmann Personal im Rahmen einer Stadtteilpatenschaft für Neuankömmlinge im Nürnberger Stadtteil Langwasser. So wurde eine Flüchtlingskoordinatorin eingestellt, die beispielsweise Bildungs- und Freizeitprojekte für die Flüchtlinge organisiert.

Mit Arbeitsplätzen und Unterstützung im Alltag hilft yuma GEBÄUDE. DIENST. LEISTUNG. fünf Flüchtlingen bei ihrem Neustart in Deutschland. Umfassend geschult in Theorie und Praxis der Gebäudereinigung übernehmen sie inzwischen eigene Aufgaben bei den Kunden des Unternehmens. Im nächsten Schritt werden die neuen Mitarbeiter nun in der Glasreinigung angelernt. Zudem stehen die Geschäftsführer Yusuf Shah – selbst aus Pakistan stammend – und Marc Michael Faustus sowie das yuma-Team den Flüchtlingen auch bei sprachlichen oder organisatorischen Fragen zur Seite.

Vom Integrationsprojekt matrah des Rosshaarmatratzen-Herstellers Daniel Heer profitieren beide Seiten: Indem das Unternehmen Flüchtlinge in diesem traditionellen Handwerk anlernt, kann es neue Fachkräfte gewinnen und gleichzeitig Menschen, die eventuell aus ihrer Heimat schon über Vorwissen bei der Textilverarbeitung verfügen, eine berufliche Perspektive geben. Aktuell ist geplant, zwei syrische Schneider zu qualifizieren und gemeinsam mit ihnen eine Kollektion zu entwickeln. Mit diesem Engagement möchte Daniel Heer zudem vor allem kleine Werkstätten und Ateliers ermutigen, ihre Möglichkeiten bei der Integration von Flüchtlingen auszuschöpfen.

Das Programm „Buddyforce“ von Salesforce hat das Ziel, Flüchtlinge mit Mitarbeitern des IT-Unternehmens zusammen zu bringen. In Schulungen, Workshops und durch den persönlichen Kontakt lernen Flüchtlinge das Unternehmen kennen und erhalten Tipps für ihr berufliches und gesellschaftliches Leben in Deutschland. Die Zusammenarbeit von Salesforce-Mitarbeitern und Flüchtlingen dauert mindestens vier Monate, in denen auch viele persönliche Gespräche in einem vertraulichen Umfeld geführt werden. Auf diese Weise wird eine Beziehung zwischen Menschen hergestellt, die sich sonst vermutlich nicht getroffen hätten. In Berlin ist das Programm im ersten Durchlauf, in München startete bereits der zweite viermonatige Austausch. Eine Ausweitung des Projektes auf weitere Standorte ist geplant.

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