Zwei neue Unternehmen im Netzwerk

24. November 2017

Mit dem Cateringunternehmen Kamun und dem Aluminium-Produzenten Trimet begrüßt „Wir zusammen“ erneut zwei neue Mitglieder im Netzwerk. Beide fördern mit ihren Projekten die Integration von Menschen, die hierzulande Zuflucht suchen. Dabei unterstützen die Unternehmen sie nicht nur beim Einstieg in das Arbeitsleben, sondern helfen ihnen auch, gesellschaftlich Fuß zu fassen.

Kamun gibt geflüchteten Köchen und Kellnern die Möglichkeit, sich in die Arbeitswelt und die Gesellschaft zu integrieren. Das Cateringunternehmen ist aus dem Projekt Balloon Kitchen hervorgegangen, das Max und Leslie Frey zusammen mit der Stadtmission Berlin 2015 ins Leben riefen. Hier hatten Geflüchtete die Möglichkeit, nationale Gerichte jeder Art zu kochen. Gäste aus ganz Berlin konnten mitkochen, mitessen und die neuen Kulturen kennenlernen. Durch die große Nachfrage entstand die Idee, ein eigenes Catering Angebot mit diesen für Europäer „fremden“ Speisen zu entwickeln. Namensgeber war dabei das arabische Wort für Kreuzkümmel. Über das Essen regt das Unternehmen den Austausch zwischen den Kulturen an und unterstützt seine Mitarbeiter dabei, sich gesellschaftlich zu integrieren und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Heute arbeiten Köche und Kellner aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien bei Kamun Catering und sorgen für multikulturelle kulinarische Begegnungen bei Firmenfeiern und privaten Festen für bis zu 200 Personen.

Um bis 2022 an seinen Produktionsstandorten 66 zusätzliche Ausbildungsplätze für geflüchtete Menschen zu schaffen, hat Trimet Gründer Heinz-Peter Schlüter das Projekt „Berufsbildung für Flüchtlinge“ initiiert. Begleitet von integrationsfördernden Maßnahmen eröffnet das Unternehmen den Teilnehmern damit langfristige berufliche Perspektiven. Neben der Ausbildung umfasst das Programm vorbereitende Einstiegsqualifizierungen und Praktika sowie begleitenden Sprach- und Fachkundeunterricht. Zudem unterstützen Mitarbeiter ihre neuen Kollegen als Paten sowohl bei der Integration am Arbeitsplatz als auch bei Behördengängen, Arztbesuchen und anderen Aspekten des Lebens in Deutschland. Derzeit sind im Rahmen des Programms 16 geflüchtete Menschen an den Trimet Standorten in Essen, Hamburg und Voerde in Einstiegsqualifikationen oder als Auszubildende tätig. Damit bietet das Unternehmen jungen Zuwanderern Berufs- und Karrierechancen und stärkt gleichzeitig das soziale Miteinander zwischen den Kulturen.

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