Die Berliner Wasserbetriebe bereiten Weam S. auf die Ausbildung zur Informatikerin vor

Nachdem Weam S. ihre vom Krieg zerstörte Heimat Syrien verlassen musste, kam sie 2015 mit ihren beiden Brüdern nach Deutschland. Damals wusste sie noch nicht, dass sie zweieinhalb Jahre später als erste Frau am Projekt „Horizonte“ der Berliner Wasserbetriebe teilnehmen würde. Mit dieser Einstiegsqualifizierung bereitet sich die 22-Jährige aktuell auf ihre Ausbildung zur Informatikerin vor.

„Anfangs hatte ich Bedenken, dass sie unter den ganzen jungen Männern untergeht, doch Weam setzt sich durch“, sagt Amine El Aryf. Er kümmert sich seit 2017 als Ausbilder beim Projekt „Horizonte“ des Wasserversorgers sowohl um fachliche Belange als auch um lebenspraktische Hilfen für die Teilnehmer. Da viele der Geflüchteten in Deutschland keine Familien haben, ist es ihm besonders wichtig, auch ein enges persönliches Verhältnis zu seinen Schützlingen aufzubauen. „Sie sollen wissen, dass sie immer auf mich zukommen können und ich sie auch bei privaten Angelegenheiten unterstütze“, erklärt Amine El Aryf. „Wenn ich merke, dass einer der Teilnehmer bedrückt ist, nehme ich ihn zur Seite und wir finden gemeinsam eine Lösung.“

Neben Weam S. absolvieren momentan elf Männer ihre Einstiegsqualifizierung bei den Berliner Wasserbetrieben. Zum Programm gehört auch ein Sprachkurs, den alle Teilnehmer besuchen müssen. Zudem bilden geflüchtete und Berliner Jugendliche Tandems, mit denen nicht nur die Zusammenarbeit gefördert wird. Häufig organisieren die Partner auch gemeinsame Freizeit-Aktivitäten, so dass Sprachbarrieren weiter abgebaut werden können und ein reger Austausch zwischen den Kulturen entsteht.

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