Als Flüchtlingslotse hat Shoukry A. im Maximare ein gutes Standing

Shoukry A. hatte in seiner Heimatstadt Homs bereits seit zwei Jahren Petro-Chemie studiert, als er den Entschluss fasste, Syrien zu verlassen. 2015 kam er hier an und zog zunächst in eine Flüchtlingsunterkunft in Hamm. Da er wusste, wie wichtig Sprachkenntnisse für seinen Neustart in Deutschland sind, absolvierte er hintereinander mehrere Deutschkurse.

So war der junge Mann sprachlich schon recht fit, als eine Betreuerin der Unterkunft mit einem Jobangebot der Erlebnistherme Maximare auf ihn zukam. Gesucht wurden Flüchtlingslotsen, die Badegästen mit Migrationshintergrund die Haus- und Badeordnung näher bringen sollten. Mit einem weiteren Geflüchteten zusammen nahm er diese Aufgabe an.

Als gebürtiger Araber hatte er von Anfang an ein gutes Standing bei den Besuchern aus dieser Region und konnte ihnen Regeln zum Verhalten oder zur Bekleidung oft direkt in der Muttersprache vermitteln. Und auch die Kollegen schätzen den heute 22-Jährigen sehr. „Shoukry A. ist sehr beliebt bei der Mitarbeiterschaft im Maximare und hat in kurzer Zeit ein gehöriges Selbstbewusstsein entwickelt“, berichtet Christian Fecke, zuständig für das Marketing im Maximare. „In- und außerhalb des Bades ist er bereits völlig intergiert. Das zeigt auch seine ehrenamtliche Tätigkeit für die Jugendkirche in Hamm.“ Zusätzlich zur beruflichen Integration unternimmt das Maximare-Team auch gemeinsame Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel regelmäßige Fußballabende.

Neben den Flüchtlingslotsen wird es ab August einen weiteren Geflüchteten im Maximare-Team geben: Radwhan A. beginnt seine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe. Der junge Iraker setzte sich gegen sieben Bewerber auch ohne Migrationshintergrund durch und arbeitet schon jetzt als Praktikant in der Erlebnistherme.

Shoukry A. hat sich entschieden, sein Studium nun in Deutschland fortzusetzen. Als Aushilfsschwimmmeister bleibt er dem Bad und seinen Kollegen aber trotzdem erhalten. „Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen. Da ist das Maximare natürlich ein toller Platz, um das zu machen.“

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