Vielfältiges Engagement für Flüchtlinge

 

Die Evonik Industries AG versetzt die Evonik Stiftung durch Spenden in die Lage, sich nachhaltig für Geflüchtete zu engagieren. Ziel unseres Engagements ist es, dass Menschen, die in großer Not zu uns gekommen sind, die Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt erleichtert wird.

Im September 2015 hatte die Evonik Industries AG der Evonik Stiftung eine Soforthilfe für Geflüchtete in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld floss vorrangig in Sprach-, Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote sowie nachhaltige Projekte für Geflüchtete an den Standorten und im standortnahen Umfeld. Auch in 2017 und 2018 hat die Evonik Industries AG der Evonik Stiftung erhebliche Mittel für die Flüchtlingshilfe zugewandt.

Unser Engagement in der Flüchtlingshilfe ist nachzulesen in der 2016 von der Evonik Stiftung veröffentlichten Broschüre „Gesellschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe“. Sie stellt die Vielfalt der insgesamt 90 Projekte vor und zeigt, wie Integration an Schulen, an Universitäten, im Unternehmen und in der direkten Nachbarschaft funktionieren kann.

Beispielsweise wurden durch die Evonik Stiftung zusätzliche Plätze speziell für junge Geflüchtete in dem Programm „Start in den Beruf" geschaffen. Die Zielgruppe des Projektes sind ausbildungswillige Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren, die noch nicht die nötige Ausbildungsreife erlangt haben. Im Projektjahr 2017/2018 wurde die Zielgruppe bereits zum dritten Mal in Folge um junge Geflüchtete erweitert. Sie erhalten während des acht Monate dauernden Programms die Möglichkeit, in einem geschützten Umfeld und ohne direkten Prüfungsdruck praktische Erfahrungen zu sammeln und ihre persönlichen Neigungen hinsichtlich der Berufswahl in einer neuen, unbekannten Arbeitsumgebung auszutesten. Zusätzlich lernen die Teilnehmer erste technische und naturwissenschaftliche Grundbegriffe in deutscher Sprache kennen, die den Einsatz und weitere Bildungsschritte in der industriellen und handwerklichen Arbeitswelt erleichtern.

Den Erfolg des Programms „Start in den Beruf für Geflüchtete“ belegen die Zahlen: Von den 20 Teilnehmern des letzten Durchgangs 2017/2018 konnten 11 in eine duale Ausbildung bei Evonik und bei externen Partnerunternehmen vermittelt werden. Drei Geflüchtete nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf und weitere drei streben in einem weiterführenden schulischen Bildungsgang einen höheren Schulabschluss an.

Ein anderes Projekt der Flüchtlingshilfe, das in ganz besonderem Maße auf Nachhaltigkeit angelegt ist, sind die Stipendien der Evonik Stiftung für Studierende mit Fluchthintergrund. Gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ermöglicht die Evonik Stiftung diesen jungen Menschen, einen Bachelor- oder Masterabschluss in den Bereichen Ingenieur-, Natur-, oder Wirtschaftswissenschaften zu erlangen. In drei Bewerbungsrunden wurden bislang 24 Studierende ausgewählt. Die Stipendiaten erhalten eine monatliche finanzielle Unterstützung, woran sich auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Deutschlandstipendiums beteiligt. Zusätzlich übernimmt die Evonik Stiftung die Kosten für Sozialbeiträge und Lernmittel und organisiert ein Begleitprogramm für die Studierenden. Ziel ist es, den Stipendiaten mit Hilfe von Kommunikations- und Bewerbungstrainings den Eintritt in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die ersten sieben Stipendiaten konnten ihr Studium bereits erfolgreich abschließen oder werden ihren Abschluss im Laufe des Wintersemesters 2018/2019 erlangen.

Das Engagement der Evonik Stiftung beschränkt sich nicht ausschließlich auf Deutschland. Ein Projekt, bei dem es auch darum geht, möglichen Ursachen von Flucht präventiv entgegenzuwirken, konnte in Ruanda realisiert werden. Gemeinsam mit der Westerwelle Foundation wurde im Oktober 2018 in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein Startup Haus eröffnet, das als zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer und Start-ups dient. Das „Westerwelle Startup Haus powered by Evonik Foundation“ hilft jungen Unternehmensgründern, wirtschaftliche Perspektiven für sich und ihre Familien zu schaffen. Das Startup Haus umfasst einen Co-Working Space mit der technischen Infrastruktur und Shared Services, die für eine Unternehmensgründung benötigt werden. Mittelpunkt des Gründerzentrums ist ein Maker Space, dessen Angebote sich an junge Menschen richten, die ihre technischen Fähigkeiten weiterentwickeln möchten.

Die vorgestellten Projekte der Evonik Stiftung konkretisieren unseren Beitrag im Sinne der Patenschaft und des erfolgten Patenschaftsversprechens bei „Wir zusammen“.

Christian Kullmann - Vorstandsvorsitzender, Evonik Industries AG
„Die Evonik Stiftung will mit ihren Projekten in der Flüchtlingshilfe vor allem jungen geflüchteten Menschen helfen, sich in unsere Gesellschaft und den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu gehören Programme in der Berufsvorbereitung ebenso wie die Vergabe von Stipendien an Studierende.“

Christian Kullmann
Vorstandsvorsitzender, Evonik Industries AG

Wie können Sie teilnehmen?

Sie haben sich von „Wir zusammen“ inspirieren lassen und möchten mit einem eigenen Integrationsprojekt mitmachen?
Dann schließen Sie sich uns an!