Deutsche Sprache als Schlüssel für die Integration

Das Institut für berufliche Zukunft setzt sich mit Bildungs- und Jobangeboten sowie der Organisation von Freizeitaktivitäten für die Integration von Geflüchteten in die Arbeitswelt und die Gesellschaft ein.

In einem Jahr können sich geflüchtete Akademiker beim Institut für berufliche Zukunft (IBZ) zu Lehrkräften für Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache ausbilden lassen. Das Programm ist von der IHK sowie dem BAMF anerkannt. Insgesamt haben bisher bereits über 650 Flüchtlinge an Deutschkursen bei dem Bildungsinstitut teilgenommen. Vier von ihnen haben eine Festanstellung als Deutschlehrer beim IBZ gefunden. Zehn weitere wurden in eine Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber überführt.

Ein wichtiges Anliegen des Instituts ist es zudem, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen zu fördern. Darüber hinaus engagieren sich die Mitarbeiter des Instituts auch für die gesellschaftliche Integration von Geflüchteten. So helfen sie beispielsweise bei der Wohnungssuche, organisieren Fußballturniere sowie gemeinsame Koch-Aktionen und feiern zusammen Feste. Durch die Zusammenarbeit mit der Jungen Islam Konferenz der Mercator Stiftung entstehen außerdem zusätzliche Bildungsangebote zu Themen wie Social Media, Antidiskriminierung oder Radikalisierung. In Rahmen der Kamingespräche besuchte Prof. Rita Süssmuth, die selbst stark in der Flüchtlingshilfe engagiert ist, Ende 2016 das Institut für berufliche Zukunft. Im Februar 2018 wird zudem Serap Güler, Staatssekretärin für Integration, beim Kamingespräch zu Gast sein.

Prof. Dr. Andreas Wojcik - Pädagogischer Leiter, Institut für berufliche Zukunft UG
„Indem wir geflüchtete Akademiker zu Lehrern für den Deutschunterricht ausbilden, steigern wir nicht nur deren Selbstwertgefühl und verhelfen ihnen dazu, selbständig ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir sorgen auch dafür, dass mehr Deutschlehrer für Flüchtlinge zur Verfügung stehen, die die Sprache des Herkunftslandes beherrschen und ihnen so den Einstieg in die neue Sprache erleichtern können.“

Prof. Dr. Andreas Wojcik
Pädagogischer Leiter, Institut für berufliche Zukunft UG

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