Kennedy erlernt bei Samson seine berufliche Zukunft als Industriemechaniker

Eigentlich heißt er Abdisamed Abdullahi Mohamud, stammt aus Somalia und kam Anfang Januar 2016 auf Vermittlung der „Joblinge“ für ein Orientierungspraktikum zu Samson. Seinen Spitznamen „Kennedy“ hatte er bereits vorher von anderen Flüchtlingen erhalten, mit denen er abends Basketball spielte. Seine Bewegungen, so verrät er beim Begrüßungsgespräch der Praktikanten mit einem Schmunzeln, habe seine Bekannten an einen Spieler gleichen Namens erinnert, man könne ihn ruhig so nennen.

Noch während des Praktikums steht sein Entschluss fest: Er will den Beruf des Industriemechanikers lernen. Nahtlos steigt er mit sieben anderen jungen Männern Anfang März 2016 in eine betriebliche Ausbildungsvorbereitung ein. Sie heißen Filimon, Essaw, Ali Khadar, Michaele, Herval, Abdulraza sowie Michael und stammen aus Eritrea, dem Kongo, Somalia und Syrien. Sie, wollen Fachlagerist, Industriemechaniker, Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker werden. Schon ab dem ersten Tag fühlten sie alle sich zuhause in ihrem neuen Umfeld mit weiteren Auszubildenden, Ausbildern und Arbeitskollegen. Die gemeinsame Sprache ist Deutsch, selbst dann wenn sich zwei Kollegen unterhalten, die beide aus dem arabischen Sprachraum stammen.

Kennedy hat mit Rachad Naji einen betrieblichen Paten erhalten, der ihn als Vertriebsingenieur bei Samson nicht nur beruflich unterstützt, sondern auch seine Liebe zum Sport und sein Interesse an Technik teilt. „Er ist mein Trainer – auf mehrfache Weise“, sagt Kennedy über seinen Paten. Beide sprechen auch arabisch, aber das ist sehr unterschiedlich in Somalia und im Libanon. Kennedy hat seinen deutschen Kollegen viel über die Unterschiede erklärt. Als er mit seinen Ausbildern bei einer Veranstaltung von „Wir zusammen“ in Essen den damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck erlebt, ist er beeindruckt von seiner klaren Sprache. Doch er hört auch die Unterschiede raus: Das ist wie bei Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt sagt er mit seinem typischen Humor.

Seit September 2016 hat Kennedy einen Berufsausbildungsvertrag bei Samson. Und der Bedarf des Unternehmens an motivierten jungen Leuten wie ihm ist noch nicht gedeckt: Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres im September werden dreißig zusätzliche Ausbildungsplätze mit geflüchteten Menschen besetzt.

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