Barrieren für Kinder und Jugendliche abbauen

Das Ziel der Patenschaft ist, die Menschen mit Bleiberecht mit der Gesellschaft vertraut zu machen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Sie sind überzeugt, dass die Integration für alle Seiten einen wertvollen Beitrag leisten wird; sowohl für die deutsche Gesellschaft und ihre Wirtschaft als auch – langfristig betrachtet – für den Wiederaufbau der Heimatregionen der Flüchtlinge aus Krisengebieten.

Haniel fördert gemeinsam mit Einrichtungen, mit denen das Unternehmen am Stammsitz in Duisburg kooperiert, Sprachschulungen sowie Kinder- und Jugendbetreuung. Nachdem 2016 knapp 36.000 Minderjährige ohne Angehörige nach Deutschland flüchteten, waren es 2017 noch rund 9.000 Minderjährige. Sie gelten in Deutschland als besonders schutzbedürftig und werden von den Jugendämtern in Obhut genommen, bevor sie in Pflegefamilien oder Kinderheimen untergebracht werden.

Update zu Bildungs- und Versorgungsprojekten

Das „Schifferkinderheim Nikolausburg“ in Duisburg-Ruhrort bietet auf 170 Quadratmetern Platz für sieben unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das einstige Internat für schulpflichtige Kinder von Binnenschiffern ist heute eine von der Caritas betriebene Einrichtung mit einem breit gefächerten Angebot für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Mit der Gruppe „Leuchtturm“ beteiligt sich das Schifferkinderheim an der Integration geflüchteter Jugendlicher. Diejenigen, die schon länger in Deutschland sind, bekommen Sprachunterricht für Fortgeschrittene. Mehr zu dem Sprachförderprojekt erfahren Sie hier.

Engagement der Haniel-Stiftung

Die Haniel Stiftung engagiert sich seither schwerpunktmäßig für die Verbesserung von Bildungschancen. Das Ruhrgebiet ist seit jeher stark von Einwanderung geprägt und so waren die Bemühungen, die Einwanderer zu integrieren und ihnen den Weg zu Bildung zu erleichtern nicht erst seit kurzem Ziel der Haniel Stiftung. Mit ihrem Kooperationsprojekt „Bildung als Chance“ vereint die Stiftung drei gemeinnützige Organisationen, die verschiedene Probleme von Schülern – darunter auch zunehmend Flüchtlinge – fokussieren, unter einem Dach. Durch die Verzahnung der Expertisen werden die Probleme nachhaltig angegangen und Lösungsansätze gefunden.

Neben Apeiros und Teach First Deutschland ist Chancenwerk Teil von Bildung als Chance. Unter der Überschrift „Chance: Integration“ erweitert Chancenwerk sein Modell der Lernkaskade auch um gezielte Angebote für geflüchtete Jugendliche, z.B. durch eigens entwickelte Lernmaterialien und freizeitpädagogische Elemente mit interkultureller Orientierung. Für Teach First arbeiten von den aktuell knapp 50 zusätzlichen Lehrkräften (Fellows) in NRW mehr als die Hälfte in Willkommensklassen. Sprachförderung macht einen Großteil ihrer Arbeit aus. Apeiros begegnet den Sprachbarrieren einerseits durch Rückgriff auf lokale Dolmetscher sowie auf schulinterne, mehrsprachige Akteure und andererseits bietet Apeiros Schulen Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen an.

 

Stephan Gemkow - Vorstandsvorsitzender, Franz Haniel & Cie. GmbH
„Wir handeln mit Anstand. Unternehmerisch und gesellschaftlich. Daher ist es für uns keine Frage, einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen zu leisten, sondern unsere Verantwortung, nachhaltig dafür Sorge zu tragen.“

Stephan Gemkow
Vorstandsvorsitzender, Franz Haniel & Cie. GmbH

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